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Bildungskontext – Lehreraggressionen gegen Schüler

Bildungskontext-Beitragsreihe zu „Gewalt”: Lehreraggressionen gegen Schüler


Die Würde des Schülers ist antastbar"

 

... titelte Prof. Kurt Singer  eines seiner Bücher in Korrektur des ersten Grundgesetz-Artikels. In unseren Schulen gehören Verstöße gegen das Grundgesetz zum täglichen Alltag und der Staat ist nicht in der Lage, seiner grundgesetzlichen Verpflichtung: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt" nachzukommen.

Demütigung von Schüler(inne)n und respektloser Umgang gehören zur Arbeitsmethode vieler Lehrer(innen) und kommen derart häufig vor, dass der übliche Hinweis auf "Einzelfälle" heute nicht mehr gelten kann. Gemeint sind keine sachliche oder fachliche Kritik, sondern jene Verletzungen, die sich auf die Person des Kindes beziehen.

Mangelndes Taktgefühl oder gar verletzendes Verhalten gegenüber Schülern – von ironischen Bemerkungen über kränkende Sprüche, Bloßstellung vor der Klasse und Erniedrigung bis hin zur abwertenden Klassifizierung der Persönlichkeit – wird von Lehrerkollegen und Schulleitern in der Regel stillschweigend geduldet oder einfach "nicht wahrgenommen". Falls doch, so lauten die üblichen Sprüche "Der Schüler hat dies falsch aufgefaßt", "Es war nicht so gemeint" oder "Man sollte das nicht so eng sehen" und werden im Extremfall als "entschuldbare pädagogische Fehlleistung" eingestuft.

Bei Beschwerden hat eine solche Lehrkraft keinerlei Konsequenzen zu befürchten – diese treffen jedoch in Form von nachfolgenden Repressalien nur allzuoft den Schüler selbst (als "Fortsetzung") und natürlich seine Eltern, sofern sich diese erdreisten, in der Beschwerdehierarchie der Schulverwaltung hinaufzuklettern.

Dabei ist längst bekannt, dass solches Lehrerverhalten „Angst“ hervorruft, die sich im Gehirn mit dem Lerninhalt verknüft ("Mitlernen des jeweiligen Kontext", Prof. Manfred Spitzer, Ulm), den Schüler verunsichert und das Lernen wie auch die psychische Verfassung eines Kindes erheblich beeinträchtigt.

Zumindest die gravierenderen Fälle fallen mittlerweile unter den Tatbestand der "psychischen Gewalt", womit ein Täter auch mit rechtlichen Schritten rechnen muß – Schüler und Eltern achten seither vermehrt auf die Beweisfähigkeit (z. B. Zeugen) und zeigen mutiger als früher jene Zivilcourage, die eine Auseinandersetzung mit den Schulbehörden noch immer erfordert. Gemeinnützige Vereine wie "Bildungskontext.eu" oder "Schulkritik e.V." helfen den Betroffenen dabei und scheuen sich auch nicht, über nachgewiesene Missstände öffentlich zu berichten.


Teil 1: „Geschützte Grausamkeit” statt „körperlicher Folter”?

Aggressives Verhalten von Schülern ist ein zentrales Thema bei der Lehrerausbildung. Lehrer müssen lernen, Ursachen und Aus löser aggressiver Verhaltensweisen einzuschätzen und verantwortlich zu reagieren. Daß jedoch auch Lehrer ihre eigenen Aggressionen an Schülern auslassen, wird allzu selten thematisiert. |weiterlesen

Teil 2: Wie erkennt man psychische Gewalt?

Die Anwendung von psychischer Gewalt ist weit verbreitet (Eltern haus, Berufsleben, Freundeskreis, „Mobbing”), doch in den Schulen besonders wirksam: Betroffen sind hier keine Erwachsenen, sondern wehrlose Kinder und Jugendliche. Lehrer erziehen nicht ihre eigenen Kinder in begrenzter Anzahl, sondern stehen in Verantwortung für eine Vielzahl von Kindern fremder Eltern. Bei Anwendung psychischer Gewalt überschreiten sie den Rahmen des staatlichen Erziehungsauftrags wie auch ihren eigenen Ermessensspielraum und mißachten die Grundrechte der Erziehung durch die Eltern (Grundgesetz, Artikel 6). |weiterlesen

Teil 3: Eltern wehren sich gegen die Anwendung von psychischer Gewalt

Seit die physische (körperliche) Gewalt an Schulen verboten ist, scheinen viele Lehrer unbewußt oder vorsätzlich zur Erziehungsmethode der psychischen (auf die „Seele” wirkenden) Gewalt zu wechseln – mit gravierenden Folgen für betroffene Schüler und Eltern. Beschwerden sind nahezu sinnlos: die Täter genießen fast immer den Schutz von Schulbehörden, die jegliche Beweis führung blockieren.
|weiterlesen


Prügel-Erziehung in den USA

Lehrer dürfen Schüler mit Stockhieben züchtigen.
In den USA schon bei kleinen Vergehen üblich. |weiterlesen


Leitgedanken von Prof. Dr. Kurt Singer †

Die Beiträge von Prof. Singer finden Sie auf der Website: www.prof-kurt-singer.de

Schüler vor verletzendem Lehrerverhalten schützen!

  • Nicht totschweigen, wenn Schulkinder unpädagogisch behandelt werden
  • Einspruch gegen das Tabu des Macht-Missbrauchs einzelner Lehrer
  • Demokratie wagen: Mit Zivilcourage zu den Jugendlichen stehen
  • → „Den Lehrer bring ich um”. Karls Kränkung - Beinahe ein Amoklauf?
  • → Die heimliche Gewalt der Schule – staatlich gefördert?
  • → Die Würde des Schülers ist antastbar.
  • → Angst vor dem Aufgerufen-werden im Unterricht.
  • → Einzelfälle: Kindern helfen, wenn sie von Lehrern gekränkt werden
  • → Wenn Lehrer Schüler seelisch verletzen - Wie können Eltern helfen?
  • → Was können Eltern tun , wenn ein Lehrer ihr Kind kränkt?
  • → Elternbeschwerde zum Machtmissbrauch eines Lehrers.
  • → Wehrlose Schulanfänger. Macht-Missbrauch einer sadistischen Lehrerin.